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30. März bis 17. September 2017

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Im Süden der Schwäbischen Alb liegt eine besondere Fundstelle für Fossilien der oberjurassischen Plattenkalke. In zwei Steinbrüchen nahe der Gemeinde Nusplingen graben seit 25 Jahren Forscher des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart dort nach den versteinerten Überresten von Pflanzen und Tieren. Dieser besonderen Fundstelle, den Funden und ihrer Erforschung widmet das Jura-Museum Eichstätt bis September eine eigene Sonderausstellung.

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Etwa 500.000 Jahre älter als die berühmten Schichten von Eichstätt sind die Gesteine Nusplingens. Aber es scheint eine sehr ähnliche Ablagerungsbedingungen wie bei uns geherrscht zu haben. Von Schwammriffen umschlossen bildteten sich in den tieferen Wassserschichten sauerstoffarme Bereiche. Leben war hier kaum möglich, doch tote Tiere und Pflanzenreste, die von den umliegenden Lebensräumen hierher geschwemmt wurden, konnten in hervorragender Weise versteinern. So sind sie ähnlich gut erhalten, wie die Fossilien der Solnhoffener Plattenkalke. Doch es gibt bedeutende Unterschiede. Die Tierwelt ähnelt den jüngeren Eichstätter Fossilien zwar, aber es sind andere Arten und ihre Zusammensetzung ist unterschiedlich. Diese Unterschiede geben uns Informationen über die Biodiversität, Ökologie und Evolution einer längst vergangenen Zeit.

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Bis zum 17. September 2017 werden die Schätze des Stuttgarter Naturkundemuseums auf der Willibaldsburg zu sehen sein. Darunter auch mehrere Fische von noch unbekannter Art. Spezalisten des Jura-Museums werden in dieser Zeit diese Fische erstmalig wissenschaftlich beschreiben und ihre Ergebnisse im Anschluss veröffentlichen. Dazu gehört es auch, sich einen neuen Namen einfallen zu lassen. Und so trägt auch das Jura-Museum Eichstätt zu der Erforschung der Nusplinger Plattenkalke bei.