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Zeitreise ins Jura-Meer

 

Der Schwerpunkt der ständigen Ausstellung im Jura-Museum Eichstätt liegt auf den Fossilien der Solnhofener Plattenkalke, die durch die intensive Steinbruchtätigkeit in der Region zutage gefördert worden sind.

Die Versteinerungen ermöglichen eine Zeitreise in eine rund 150 Millionen Jahre alte tropische Insel-, Riff- und Lagunenlandschaft, die von Fischsauriern und Krokodilen, Korallenfischen und Krebsen, und in der Luft darüber von Insekten und Flugsauriern bevölkert war. Zu den eindrucksvollsten Fossilien gehören das weltweit einzige Exemplar des Raubdinosauriers Juravenator und ein Original des berühmten Urvogels Archaeopteryx.

Der neu gestaltete Archaeopteryx-Saal erzählt die Geschichte der Vogelevolution von den gefiederten Raubdinosauriern bis zu den modernen Vögeln. Die Ausstellung zeigt auch andere Flugkünstler der Tierwelt. Flugsaurier waren alternative und lange sehr erfolgreiche Biokonstruktionen, deren beste Fossilien aus der Region Eichstätt stammen. Rekordverdächtig ist aber auch ein Skelettmodell eines kreidezeitlichen Flugsaurierriesen, das mit elf Metern Spannweite gerade eben in den Ausstellungsraum passt. Geradezu winzig sind dagegen die Fledermäuse. Diese agilen, nachtaktiven Säugetiere sind Neulinge im tierischen Fluggeschäft, während ihre Beute, die fliegenden Insekten bereits 325 Millionen Jahre Flugerfahrung hinter sich haben!

Eine ausgefeilte und aufwendige Wassertechnik steht hinter dem wunderbaren Mikrokosmos der Schauaquarien des Jura-Museums Eichstätt. Prächtige Riffkorallen, farbenfrohe Korallenfische und „Lebende Fossilien“ wie Pfeilschwanz und Knochenhecht sind ein lebendiges Modell der bunten Vielfalt von Meeresbewohner, wie es sie zur Jura-Zeit in der Eichstätter Region gegeben hat. Gleichzeitig sind die Korallenaquarien ein Fenster zu einem der artenreichsten aber auch am meisten gefährdeten Lebensräume unserer Erde. Es ist, als hätten wir eigens ein Stück tropischen Ozean nach Eichstätt geholt.

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