Beim Zugriff auf dieses Internetangebot werden von uns Cookies (kleine Dateien) auf Ihrem Gerät gespeichert, die für die Dauer Ihres Besuches
auf der Internetseite gültig sind („session-cookies“). Wir verwenden diese ausschließlich während Ihres Besuchs unserer Internetseite.

Das Jura-Museum Eichstätt vorübergehend geschlossen. Der Wissenschaftsbetrieb läuft weiter, die Ausstellung kann aber nicht besucht werden. Bis zu einer Wiedereröffnung der Ausstellung finden Veranstaltungen oder Vorträge im Vortragssaal des Museums statt. Auch vor, während und nach den Vorträgen kann die Ausstellung nicht besucht werden.

 

Samstag, 14. September 2019, 10.00 Uhr

Selbstfahrer-Exkursion zum Steinbruch Marching: Steinbruchführung und Betriebsbesichtigung

10.00 Uhr; Treffpunkt beim Betriebsgelände des Steinbruchs; Dauer voraussichtlich etwa 2 Stunden.
Der Steinbruch von Marching liegt in der Nähe von Neustadt an der Donau in einem jurazeitlichen Riffgürtel, der bei Marching vor allem aus Rasenkorallen-Riffkalk besteht. Die weißgrauen Massenkalke sind ausgesprochen fossilreich mit Resten von Meeresschwämmen, Korallen, Stachelhäutern und Mollusken. Vom geologischen Alter her entsprechen diese Riffkalke in etwa den Solnhofener Plattenkalken.
Der Riffkalk, der zum sogenannten Kelheimer Kalk (Auerkalk) zählt, wird in Marching und anderen Steinbrüchen im Kelheimer Raum in Blöcken abgebaut und je nach vorgesehenem Verwendungszweck weiterverarbeitet. Die Möglichkeit, große Rohblöcke zu gewinnen und seine leichte Bearbeitbarkeit machten ihn schon in der Vergangenheit zu einem begehrten Baustein. Beispiele für die bauliche Verwendung des Kelheimer Riffkalks sind die Walhalla, die Befreiungshalle in Kelheim, das Siegestor und die Feldherrnhalle in München, die Porta Prätoria in Regensburg, Teile des Stephansdoms in Wien sowie viele andere Bauwerke.

!!! Anmeldung erforderlich bis spätestens 10. August 2019 unter
Tel.:  08421-602980
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unkostenbeitrag vor Ort etwa 3.- bis 4.- €.

 

Montag, 30. September 2019, 19.30 Uhr, Vortragssaal des Museums

Neue Fossilfunde aus Buttenheim - ein Fenster in den frühen Jura Frankens
Prof. Dr. Alexander Nützel, SNSB und Jura-Museum Eichstätt

Die Tongrube Buttenheim ist eine der letzten aktiven Gruben im Lias Frankens. Durch intensive Aufsammlungen in den letzten Jahren konnten zahlreiche neue Arten nachgewiesen werden. Das Fossil-Material ist teilweise hervorragend erhalten und gewährt Einblicke in die Lebewelt des Jura-Meeres vor 180 Millionen Jahren. Diese Daten werden genutzt, um die Auswirkungen des darauf folgenden Massenaussterbens an der Grenze zum Posidonienschiefer zu bewerten.

 

Mittwoch 23. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Vortragssaal des Museums

Von der Relevanz der Naturwissenschaft für den Gottesglauben
Prof. Dr. Christoph Böttigheimer, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Mit dem Aufkommen der modernen Naturwissenschaft geriet der Gottesglaube zunehmend in die Defensive. Spannungen waren an der Tagesordnung, war doch die Kirche lange Zeit bemüht, naturwissenschaftliche Erkenntnisse zugunsten des Glaubens zu negieren. Stellt die Naturwissenschaft eine Bedrohung des christlichen Glaubens dar? Kann nur glauben, wer vor den naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen die Augen verschließt? In der Vergangenheit wurde dies nicht selten bejaht und noch heute scheinen manche davon überzeugt zu sein. Der Vortrag geht indes vom Gegenteil aus und wird aufzeigen, dass die Naturwissenschaft für den religiösen Glauben einen wichtigen Dienst geleistet hat und für die heutige Theologie ein wertvoller Gesprächspartner ist.

 

Donnerstag, 14. November 2019, Vortragssaal des Museums

Von dem einen oder anderen Drachen
Prof. Dr. Eberhard „Dino“ Frey, Museum für Naturkunde, Karlsruhe

Drachen sind alte Wesen. Sie sind schwer zu beobachten, doch hinterlassen manche von ihnen geheime Spuren, die von der Wissenschaft oft falsch interpretiert werden. Obwohl Drachen wegen ihrer unglaublichen Vielgestaltigkeit systematisch kaum zu fassen sind, wird in dem Vortrag eine kleine Naturgeschichte dieser verblüffenden Wesen versucht, um die gröbsten Fehler der Wissenschaft, speziell der Paläontologie, ins rechte Licht zu rücken. Zudem wird bewiesen: einige Drachen leben unter uns!