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Fossilen Fische sind ein Schwerpunkt der Forschungen am Jura-Museum Eichstätt. Anfang 2019 ist eine weitere neue Fischart anhand von Material aus dem Jura-Museum beschrieben worden. Weitere Neubeschreibungen werden in Kürze erwartet. Die jetzt neu beschriebene Fischart gehört zur Fisch-Gattung Tharsis, eine der bekanntesten Fossilien der Solnhofener Plattenkalke. Bereits im 17. und 18. Jahrhundert finden sich Abbildungen dieser fossilen Fische in Büchern zur Naturkunde. Lange war nur eine Art, Tharsis dubius, bekannt. Zwei Paläontologen der University of Kansas (USA) und ein deutscher Wissenschaftler, aktives Mitglied des Fördervereins des Jura-Museum Eichstätt, beschrieben nun eine weitere Art. Sie untersuchten zwei Funde aus Schernfeld bei Eichstätt. Beide Stücke waren durch Dr. Uwe Eller ausgesprochen gut präpariert worden, wobei allein für den Holotypus rund 230 Stunden anfielen. Sie wurden vom Förderverein des Jura-Museum Eichstätt gekauft und dem Museum übergeben. Die neue Art unterscheidet sich in mehreren Punkten im Skelett von Tharsis dubius. Zusammen mit den Gattungen Ascalabos und Ebertichthys werden sie der Familie Ascalaboidae zugerechnet, einer ausgestorbenen Familie früher moderner Knochenfische. Ihre nächsten noch heute lebenden Verwandten sind die Osteoglossomorpha (Knochenzüngler) und Elopomorpha (Tarpunartige, Aalartige, Dornrückenaalartige und Grätenfischartige). Zu Ehren des Präparators benannten die Wissenschaftler die neue Art Tharsis elleri.

Die Publikation ist im Fossil Record, der paläontologischen Zeitschrift des Museum für Naturkunde Berlin veröffentlicht worden. Dieser Link führt zur Publikation.

Tharsis elleri klein 2

Holotypus von Tharsis elleri unter Normal-Licht, JME-SOS 08326, Länge ca. 200mm. Foto H. Tischlinger

Tharsis elleri UV klein 2

Holotypus von Tharsis elleri unter UV-Licht, JME-SOS 08326, Länge ca. 200mm. Foto H. Tischlinger