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Noch bis Sonntag, 26. Februar, ist die Sonderausstellung Planet Wüste am Jura-Museum Eichstätt zu sehen. Und damit auch ein besonderer Gast. In einem kleinen Aquarium schwimmt ein Triops. Diese Krebse sind an extreme Lebensstandorte angepasst. In Wüstengebieten müssen sie mit schnell wechselnden Wasserständen auskommen. Das bedeutet, dass aus winzigen Eiern Krebse schlüpfen, sobald diese mit Wasser in Kontakt kommen. Dann vollzieht sich ein rasanter Wechsel: Die Tiere wachsen mit enormer Geschwindigkeit und legen so viele Eier wie möglich, nur um nach wenigen Wochen bereits wieder zu versterben. Ein solches Leben in Reitraffer ist in der Wüste nötig, denn nur kurz währen die Perioden, in denen die Pfützen mit ausreichend Wasser existieren.

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Besonders beeindruckend an den Tieren ist, dass ihre ältesten Vorfahren aus Bayern stammen. Genauer aus Oberfranken, aus der Gegend von Coburg. Vor rund 230 Millionen Jahren, in der Trias-Zeit, herrschte bei uns ein trockenheißes Klima. In den damaligen Pfützen und Bächen fühlten sich die Tiere anscheinend wohl. jedenfalls finden sich noch heute Fossilien dieser Krebse aus der Wüstenzeit Deutschlands. Und auch wenn die Wüsten im Laufe der Jahr-Millionen von Steppen, Wäldern und Gletschern abgelöst wurden - noch heute leben bei uns, streng geschützt, Triopse.

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