Nicht nur an Pfingsten ist ein Besuch des Museums epfehlenswert. Da aber ganz besonders. Daher ist das Museum nicht nur Samstag und Pfingst-Sonntag, sondern auch an Pfingstmontag, 5.6.2017, von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet!

Dazu finden an allen drei Tagen öffentliche Führungen statt. Jeweils um 13:30 und 14:30 Uhr laden die Spezialisten des Museums zur "Zeitreise ins Jurameer" ein. Die Führung richtet sich an Besucher jeden Alters. Treffpunkt zur Führung ist der Eingang zum Museum im Innenhof der Willibaldsburg. Teilnehmen können Besucher der Willibaldsburg und ihrer Museen mit gültiger Eintrittskarte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Auch die Sonderausstellung "Nusplingen", die sich einer besonderen Fossilien-Fundstelle in Baden-Württemberg widmet, sollte man sich im Zuge des Museumsbesuches nicht entgehen lassen.

 

IMT

Am Sonntag, den 21. Mai ist es wieder soweit - der internationale Museumstag findet statt. Auch das Jura-Museum Eichstätt beteiligt sich, wie jedes Jahr, an dem Ereignis.
Von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr wird es ein umfangreiches Programm für Alt und Jung auf der Willibaldsburg geben. Mit offenen Führungen, Mitmach-Programmen und Kaffe und Kuchen
lässt sich wunderbar die Jura-Zeit erforschen.

 Ab 14:00 Uhr zum Forschen und Mitmachen:

 - Technik im Museum: Medienstationen selber programmieren

 - Tieren auf der Spur: Tierspuren selber machen

 - Praxis Wissenschaft: Dem Präparator über die Schulter geschaut


Alle halbe Stunde Führungen zum Teilnehmen und Fragen stellen:

  14:30 Uhr: 15 Minuten Wissenschaft: Versteinerte Spuren und ihre Geschichten
  15:00 Uhr: 15 Minuten Wissenschaft: Der Archaeopteryx
  15:30 Uhr: 15 Minuten Wissenschaft: Leben im Jura-Meer
  16:00 Uhr: 15 Minuten Wissenschaft: Versteinerte Spuren und ihre Geschichten
  16:15 Uhr: 15 Minuten Wissenschaft: Der Archaeopteryx
  16:30 Uhr: 15 Minuten Wissenschaft: Leben im Jura-Meer
  17:00 Uhr: 15 Minuten Wissenschaft: Versteinerte Spuren


Soviel die Kannen hergeben

Kaffee und Kuchen gegen Spende für das Museum - bis nichts mehr da ist

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Seit 25 Jahren betreibt das Staatliche Museum für Naturkunde Stutttgart eine Forschungsgrabung in dem Dorf Nusplingen auf der Schwäbischen Alb. Dort stehen die einzigen fossilführenden Platttenkalke des Oberjura in Baden-Württemberg an. Und diese Fossilien sind hervorragend erhalten. Etwa eine halbe Million Jahre älter, als die berühmten Solnhofener Plattenkalke zeigen die Fossilien Nusplingens viele Gemeinsamkeiten und doch feine Unterschiede zu vergleichbaren bayerischen Funden. Und gerade diese Unterschiede liefern den Wissenschaftlern wichtige Hinweise auf die Ökologie und Evolution in der Jura-Zeit.

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Am 29. März war es dann soweit. Im Jura- Museum Eichstätt wurde die Sonderausstellung "Nusplingen" eröffnet. Die Ausstellung liefert eine Übersicht über die Tier-und Pflanzenwelt zur Jura-Zeit und präsentiert wichtige Funde der Forschungsgrabung. Darunter fallen die versteinerten Tiere und Pflanzen selber, aber auch ihre Spuren, die uns viel über das Leben und Sterben zur Jura-Zeit erzählen.

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Die markantesten Fossilien Nusplingens sind die Meerengel-Haie. Mit ihren breiten Flossen erinnern sie an Rochen. Wie diese lebten die Meerengel am Meeresboden und lauerten dort auf ihre Beute, kleine Fische und Krebse. Noch heute leben in allen Meeren Meerengel-Haie. Sie unterscheiden sich nur wenig von ihren Vorfahren der Jura-Zeit. Normalerweise sind fossile Meerengel eine große Rarität. In den letzten 25 Jahren der Forschungsgrabung des Stuttgarter Naturkundemuseums konnten in Nusplingen aber 24 mehr oder weniger vollständige Exemplare gefunden werden. Warum die Meerengel in Nusplingen so häufig waren, ist noch unklar.

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Die Ausstellung ist vom 30. März bis 17. September geöffnet. Sie kann zu den regulären Öffnungszeiten des Jura-Museums ohne Aufpreis besucht werden.

Noch bis Sonntag, 26. Februar, ist die Sonderausstellung Planet Wüste am Jura-Museum Eichstätt zu sehen. Und damit auch ein besonderer Gast. In einem kleinen Aquarium schwimmt ein Triops. Diese Krebse sind an extreme Lebensstandorte angepasst. In Wüstengebieten müssen sie mit schnell wechselnden Wasserständen auskommen. Das bedeutet, dass aus winzigen Eiern Krebse schlüpfen, sobald diese mit Wasser in Kontakt kommen. Dann vollzieht sich ein rasanter Wechsel: Die Tiere wachsen mit enormer Geschwindigkeit und legen so viele Eier wie möglich, nur um nach wenigen Wochen bereits wieder zu versterben. Ein solches Leben in Reitraffer ist in der Wüste nötig, denn nur kurz währen die Perioden, in denen die Pfützen mit ausreichend Wasser existieren.

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Besonders beeindruckend an den Tieren ist, dass ihre ältesten Vorfahren aus Bayern stammen. Genauer aus Oberfranken, aus der Gegend von Coburg. Vor rund 230 Millionen Jahren, in der Trias-Zeit, herrschte bei uns ein trockenheißes Klima. In den damaligen Pfützen und Bächen fühlten sich die Tiere anscheinend wohl. jedenfalls finden sich noch heute Fossilien dieser Krebse aus der Wüstenzeit Deutschlands. Und auch wenn die Wüsten im Laufe der Jahr-Millionen von Steppen, Wäldern und Gletschern abgelöst wurden - noch heute leben bei uns, streng geschützt, Triopse.

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Ab sofort gibt es ein Arbeitspapier für die Sonderausstellung Planet Wüste. Es richtet sich an Kinder und Schüler der 3. bis 6. Klasse. Mit dem Arbeitspapier können die Kinder und Jugendlichen eigenständig die Sonderausstellung erforschen und die Wüsten der Erde und ihre Bewohner kennen lernen. Das Arbeitspapier kann hier kostenfrei herunter geladen werden. Und dazu auch ein Lösungsheft.

Bitte beim Druck beachten: Das Arbeitspapier ist als 8-seitige Broschüre im DinA5 Format ausgelegt. Bitte beim Druck unter Einstellungen "Broschürendruck" oder "Buch" auswählen.

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